Was ist akademisches Fehlverhalten?

Akademisches Fehlverhalten lässt sich zunächst in drei häufig diskutierte Bereiche unterteilen:

  • Falschangaben
  • Verletzung geistigen Eigentums
  • Beeinträchtigung der Forschungstätigkeit anderer

 

Damit ist zwar eine erste Eingrenzung vorgenommen; alle drei Bereiche sind für sich genommen jedoch wieder so weit, dass es schwer fällt sich daran zu orientieren. Ein Katalog bestimmter Verhaltensweisen kann hier durchaus weiterhelfen - eine abschließende Sammlung aller Fälle aber ist weder sinnvoll noch umsetzbar.

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Als Faustregeln lassen sich festhalten:

Als akademisches Fehlverhalten kann jedes Verhalten gewertet werden,

  • das dazu geeignet ist, über Umfang, Art und Qualität Ihrer Leistungen oder der Grundlagen Ihrer jeweiligen Arbeit zu täuschen.
  • das dazu geeignet ist, über Umfang, Art und Qualität der Beteiligung anderer an Ihrer Arbeit zu täuschen.
  • das andere in ihrer Forschungstätigkeit behindert oder ihre Ergebnisse verfälscht. 
  • das andere in ihrem Studium behindert oder ihre Leistungen mindert.
  • das dazu dient eigenes oder fremdes Fehlverhalten zu vertuschen.

 

Für alle Formen akademischen Fehlverhaltens gilt, dass es sich um vorsätzliches oder zumindest billigendes Verhalten handelt; es ist also klar von Nachlässigkeiten zu unterscheiden.